BIA steht für Bioelektrische ImpedanzAnalyse. Es handelt sich um ein medizinisches Messverfahren, mit dem sich die Zusammensetzung des Körpers – unter anderem der Anteil an Körperfett, Muskelmasse und Körperwasser – bestimmen lässt. Die BIA-Messung bietet sich immer dann an, wenn die eigene Körperzusammensetzung genauer erfasst werden soll – etwa bei Übergewicht oder Adipositas, im Alter zur Einschätzung der Muskelmasse oder begleitend zu veränderten Ernährungsgewohnheiten oder einem Trainingsprogramm.
Warum ist eine BIA Messung sinnvoll?
Unser Körpergewicht setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen: Fett, Wasser, Muskulatur sowie Knochen- und Bindegewebe. Die Kenntnis dieser Anteile am Gesamtgewicht ermöglicht es, gesundheitliche Risiken frühzeitig einzuschätzen.
Eine erhöhte Fettmasse ist beispielsweise ein Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen sowie für Diabetes mellitus Typ 2. Wer gezielt Fett abbauen möchte, sollte daher zunächst den eigenen Fettanteil kennen.
Eine niedrige Muskelmasse, die unter anderem das Sturzrisiko erhöht, wird häufig bei Menschen ab dem 70. Lebensjahr festgestellt. Die Ursache hierfür kann eine zu geringe körperliche Aktivität sein, eine mangelnde Eiweißzufuhr mit der Nahrung oder auch eine bösartige Erkrankung. Die Muskelmasse ist zudem für alle relevant, die gezielt Gewicht reduzieren oder ihren Blutzucker senken möchten: Die Fettmasse ist dabei der zentrale Zielwert, an dem sich der Erfolg von Lebensstilinterventionen im Verlauf beurteilen lässt – die Muskelmasse sollte dabei stabil bleiben oder sich verbessern, statt ebenfalls abzunehmen.
Auch ohne bestehende gesundheitliche Risikofaktoren liefert die BIA-Messung wertvolle Erkenntnisse: Sie schafft einen individuellen Ausgangswert, mit dem sich der Effekt von Training oder Ernährung objektiv nachvollziehen lässt.


